Ist das Klima im Wandel?

Seit mehreren Jahrzehnten ist der Klimawandel inzwischen ein Thema der Gesellschaft. Der Treibhauseffekt, Wetterumschwünge und Naturkatastrophen werden damit in Zusammenhang gebracht. Doch stellt sich vielen inzwischen die Frage, ob es den Klimawandel wirklich gibt und ob der Mensch dafür verantwortlich ist. Dies scheinen zumindest zahlreiche Klimadiagramme und Tabellen auszudrücken – doch wie stabil ist das Klima?

Die Entwicklung des Klimas

Der Lebensraum vieler Tiere ist durch den Klimawandel bedroht

Der Lebensraum vieler Tiere ist durch den Klimawandel bedroht

Klimaschwankungen sind in der Erdgeschichte eigentlich nichts Neues. Immer schon hat sich das Klima im Laufe der Zeit verändert. Das beste Beispiel hierfür sind Eiszeiten mit darauf folgenden Erderwärmungen. Doch der Unterschied zur heutigen Klimaerwärmung liegt darin, dass der Klimawandel bis zum Zeitalter der Industrialisierung sehr langsam vor sich ging. So hatten Pflanzen, Tiere und andere Lebewesen genug Zeit, sich an die neuen Klimaverhältnisse anzupassen. Seit der Industrialisierung jedoch hat die Erderwärmung rapide zugenommen. Weltweit ist innerhalb der letzten 100 Jahre ein Temperaturanstieg von 0,74 Grad Celsius festgestellt worden. Dies klingt zunächst nicht nach viel. Bedenkt man dabei jedoch, dass bereits ein Temperaturanstieg von 2 Grad Celsius verheerende Folgen für unsere Umwelt haben kann, sieht es bereits ganz anders aus. Der Klimawandel ist da, und er ist bereits jetzt deutlich spürbar. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2100 der Klimawandel katastrophale Ausmaße annehmen wird, sofern nicht heute schon etwas dagegen unternommen wird. So zeigen Berechnungen, dass es bis dahin einen Temperaturanstieg von 6,4 Grad Celsius geben wird, wenn keine Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Folglich sollte es ein Ziel der Klimapolitik sein, die Erderwärmung unter 2 Grad Celsius zu halten.

Wie entsteht der Klimawandel?

Der Begriff Klimawandel beinhaltet eigentlich eine Veränderung in zwei Richtungen. Zum einen kann der Klimawandel eine Abkühlung der Temperatur bedeuten, wie dies etwa bei Eiszeiten der Fall ist. Seit das Thema Erderwärmung jedoch aufgekommen ist, wird der Begriff Klimawandel häufig als Synonym für die Erderwärmung verwendet. Diese wird durch den Menschen und seine moderne Lebensweise hervorgerufen, was etwa 1750 mit der Industrialisierung seinen Anfang nahm. Durch das Verbrennen von Kohle, Gas und Öl wird der Klimawandel gefördert. Auch durch die Abholzung von Wäldern sowie durch die Massentierhaltung werden verstärkt Treibhausemissionen freigesetzt. Diese belasten das Klima. Die Folgen des Klimawandels können anhand von Klimatabellen oder Klimadiagrammen deutlich visualisiert werden. Doch auch eine Beobachtung von Naturphänomenen zeigt, dass sich das Klima auf unserer Erde verändert. So sind äquatornah gelegene Gebiete verstärkt von Dürren betroffen, während die Niederschlagsrate in äquatorfernen Regionen deutlich zugenommen hat. Auch der Säuregehalt der Weltmeere ist angestiegen, was für zahlreiche Tiere eine Gefahr darstellt. Des Weiteren steigt dadurch auch der Meeresspiegel beständig an, was gerade Küstenregionen bald zum Verhängnis werden könnte.